Mittwoch, 19.06.2019 06:44 Uhr

Der Wiener Fußball in der Krise

Verantwortlicher Autor: Stefan Öllerer Wien, 19.03.2019, 17:45 Uhr
Presse-Ressort von: Sportnachrichten Bericht 4469x gelesen
Die Spieler der Austria und von Rapid in der Krise.
Die Spieler der Austria und von Rapid in der Krise.  Bild: www.oe-news.at

Wien [ENA] Der Grunddurchgang ist beendet. Die beiden Gruppen für Meisterplayoff und Abstiegsplayoff sind eingeteilt. Über allen strahlt Red Bull Salzburg vor dem Linzer ASK (LASK). Der FK Austria Wien hat mit Platz fünf die Gruppe der besten sechs gerade noch geschafft.

Austria liegt jedoch schon 25 Punkte hinter Salzburg und sechzehn Punkte hinter Linz. Gut für die Veilchen aus Wien, dass die Punkte halbiert werden und sich der Rückstand verkürzt. Aber trotzdem scheinen die beiden ersten Plätze vergeben zu sein. Noch schlimmer als die Violetten hat es die Grünen aus Wien erwischt. Der SK Rapid Wien schaffte mit Platz acht nicht einmal den Cut der ersten sechs und hat mit der Meisterschaft nichts zu tun. Erstmals seit 2002, damals wurden die Wiener achter unter einen Trainer Namens Lothar Matthäus, kommen die Hütteldorfer nicht unter die ersten sechs der Meisterschaft. Warum und beide Vereine so weit weg von der Spitze in Österreich.

Nun gut, Salzburg hat mit Red Bull einen übermächtigen Geldgeber der hinter dem ganzen Erfolg steht. Aber der LASK, weit weniger Budget als beide Wiener Vereine steht viel besser da. Was machen die Oberösterreicher besser als die beiden Großklubs aus Wien. Als man vor vier Jahren in der Regionalliga (dritte Leistungsstufe in Österreich) startete, stattete man den Trainer mit einem vier Jahres Vertrag aus. Auch als es einmal nicht so lief hielt man am Konzept und am Trainer fest. Alle Spieler haben langfristige Verträge. Mit so einem Vertrauen und einem Ziel lässt es sich arbeiten. Was macht man in Wien (Rapid und Austria gleich)? Man redet von hohen Ansprüchen, der großen Vergangenheit und vom hohen Anspruch.

. Aber die Ziele die ausgegeben werden, wenn man ein neues Trainerteam und neue Spieler holt, sind vergessen, wenn es nicht läuft. Vor allem werden immer wieder Spieler geholt die einfach nicht zu jenem Konzept passen das man wählt. Keine Struktur im System und beim Nachwuchs. Keine erkennbare Vision. Wenn die Wiener Vereine nicht bald aufhören nur von der Tradition zu sprechen und moderne Wege zu gehen, werden beide weiter den Anschluss verlieren.

Es wurde aber auch einiges richtiggemacht. Beide Vereine, Austria und Rapid haben neue Stadien. Die Austria besitzt eine tolle Trainingsanlage und eine moderne Akademie für die Nachwuchsspieler. Aber nun muss auch die sportliche Voraussetzung in der Kampfmannschaft und in den Nachwuchsmannschaften abgestimmt werden. Man darf gespannt sein wie sich die Wiener Vereine weiterentwickeln.

Die Spieler der Austria und von Rapid in der Krise.
Die Generali Arena der Austria.
Das Allianzstadion von Rapid.
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